Die METU-Geschichte



Obwohl die Wurzeln (Karl Meinig macht sich selbstständig) bis 1928 zurückreichen, beginnt die eigentliche Geschichte von METU 1945 nach dem Krieg.

Karl Meinig beginnt praktisch aus dem Nichts seinen Handwerksbetrieb wieder aufzubauen - mit Produkten aus Blech.
Er hat Erfolg - die Marke METU (MEinig TUttlingen) entsteht.
Zehn Jahre später wirft ihn aber eine jähe Marktänderung auf Null zurück.

Sohn Manfred Meinig tritt 1955 ein und in hartem Einsatz gelingt ein Neuanfang.
Diesmal als Zulieferer einer bekannten Firma der Lufttechnik - wiederum mit Blechkonstruktionen.

Einsatz, Blecherfahrung und Ideenreichtum sorgen für einen schnellen Aufstieg und schon nach sechs Jahren kann man von Tuttlingen nach Weilheim in
einen großflächigen Neubau umsiedeln.

1965 finden Vater und Sohn dann endgültig den eigenen Weg zum Erfolg. Der damalige Bauboom verlangt nach Mengen von eckigen Luftkanälen für die
Luft- und Klimatechnik. METU erkennt die Chance, die sich aus den rückständigen Fertigungsmethoden für Luftkanäle ergibt.

Endlich gibt es Gelegenheit den eigenen Ideenreichtum in Erfolg umzusetzen und 1968 gelingt der große Wurf:
Mit der METU-Erfindung der revolutionären Vierschraubenverbindung für Luftkanäle 1968, nimmt diese Technik ihren Anfang, die heute längst Standard
und über die ganze Welt verbreitet ist.

Bei der Markteinführung unterläuft METU der große Fehler, dass durch Unterschätzung der Tragweite dieser Erfindung, die neue Verbindung nur für den
eigenen Luftkanalbau reserviert und nicht dem ganzen Markt zugänglich gemacht wird. Deshalb erscheint schon 1970 eine erste Nachahmung auf dem
Markt.

Nach der Korrektur dieses Fehlers und dem Vertrieb der METU-SYSTEM-Verbindung an alle Luftkanalhersteller zeigt sich der Erfolg der neuen Technik für
mehrere Jahre in der jährlichen Verdopplung des Umsatzes.

Dennoch wird die Entwicklung neuer Techniken im Luftkanalbau fortgesetzt:
Im Jahr 1971 Erfindung des ovalen Revisionsdeckels mit 2 Schraubgriffen.
1974 Bau der zwei ersten automatischen Fertigungsstraßen für gerade Kanäle mit angeformten Vierschraubenflanschen.

Dann 1984 wiederum ein großer Schritt durch Einbeziehung der runden Luftleitungen in die METU-Entwicklungstätigkeit. Die neue METU-Erfindung von
Rohrflanschen zum Verbinden und Versteifen von dünnwandigen Rohren im Ø-Bereich 80-3000 mm glänzt dadurch, dass zur Montage nur eine einzige
Schraube anzuziehen ist.

Zur Herstellung sind aufwendige Sondermaschinen notwendig, welche allesamt im METU-eigenen Maschinenbau entwickelt und gebaut werden.

In der Folge wird der Luftkanalbau, der bisher als Ideengeber diente, aus Kapazitätsgründen ganz eingestellt. Im Laufe der Jahre ist das METU-Angebot,
zu einem innovativen Programm von Zulieferteilen für die Herstellung und Montage von Luftleitungen herangewachsen. Die Produkte werden in die ganze
Welt exportiert.

1992 tritt mit Jochen Meinig, Annette Meinig-Theodossiou und Schwiegersohn Stavros Theodossiou die dritte Generation bei METU ein und übernimmt
2003 - mit der Bildung der METU Meinig AG - endgültig das Ruder.

Die Entwicklungstätigkeit wird dabei kontinuierlich weitergeführt und hat durch enorme Anstrengungen eine ganz neue - durch viele Patente geschützte -
Produktfamilie METU-FORM hervorgebracht. Dabei handelt es sich um Rohrsysteme für höhere Anforderungen an Dichtheit, Festigkeit und Qualität, welche
Wickelfalzrohre nicht leisten können.

Was die METU-Geschichte besonders auszeichnet, ist die Tatsache, dass alle wichtigen METU-Entwicklungen zu Branchenstandards geworden sind.